Medienkompetenz erlernen
Wer Medien selbst macht, beginnt sie zu verstehen
Im Projekt tauchen ganz von selbst Fragen auf, die in den Teams teils lebhaft diskutiert werden. Dabei wird sichtbar, was hinter der Herstellung von Medien steckt.
Es entstehen Fragen wie:
- Was soll mit dem Bild, Text oder Video erreicht werden? Welche Aussage soll transportiert werden?
- Wer soll damit erreicht werden, und wie gut können diese Menschen den Text lesen und verstehen?
- Welche Form ist dafür passend?
- Wie zuverlässig sind die Quellen und Medien, die wir nutzen?
- Welche Rechte sind bei der Verwendung zu beachten?
- Was hat der Medienmacher davon?
- Welche Rückschlüsse lassen sich aus dem Medienkonsum ziehen?
m Projekt wird schnell sichtbar: Jedes Bild, jeder Text und jedes Video verfolgt einen bestimmten Zweck. Dafür ist es gemacht! Medien wollen informieren, unterhalten, überzeugen oder verkaufen. Medien konditionieren unbewusst den Konsumenten. Mit Medien wird Meinung gemacht! Wer das erkannt hat, kann Medienangebote bewusster einordnen.
Wie schwer es ist, korrekte Aussagen zu formulieren, zeigt schon die Erstellung einer einzigen Frage: Es braucht eine richtige Antwort und mehrere sinnvolle, aber falsche Antworten. Dazu kommen weitere Fragen:
- Welche einleitenden Informationen und welche Erklärungen sind bei welcher Antwort sinnvoll?
- Wie lässt sich das möglichst knapp formulieren, damit es überhaupt gelesen wird?
- Welche Medien unterstreichen das Gesagte und sind sinnvoll?
Erfahrungen in durchgeführten Projekten
Nach unserer Erfahrung entwickelt ein solches Projekt eine eigene Dynamik. Viele Fragen kommen von selbst auf und werden lebendig diskutiert. Der eigene Medienkonsum wird dabei reflektiert.
Die eigene Nutzung sichtbar machen
Die Nutzung des interaktiven Kurses oder Quizzes wird statistisch erfasst: Jeder Klick auf eine Antwort wird gespeichert und den Machern in einer Grafik angezeigt. Das Ergebnis live zu sehen, verblüfft und regt zum Nachdenken an. Nach unserer Erfahrung kann das auch den Blick auf das eigene Verhalten im Netz verändern. Die Daten werden pseudonymisiert gespeichert, ohne Namen oder Kontaktdaten der Nutzer.

Bild: Auszug einer internen Detailstatistik
